EIN DOKUMENTARFILM VON CHRISTINA ZULAUF

 80 Minuten CH-Deutsch/Italienisch/Englisch/Suaheli

BLACK MZUNGU

EIN DOKUMENTARFILM VON CHRISTINA ZULAUF

      CH-Deutsch/Italienisch/Englisch/Suaheli

SYNOPSIS

 

OHNE HEIMAT SEIN HEISST LEIDEN Fjodjor Michailowitsch Dostojewskij

 

Mzungu bedeutet in Suaheli ein weisser, reicher Europäer. Mein Film porträtiert den Kenianer Paulo Ojumaa Ojulo, Ehemann meiner Mutter Maggy, der nach zwanzig Jahren Europa in sein Land zurückkehrt und dort nicht mehr ankommt. Seit mehr als drei Jahren begleite ich ihn sporadisch mit der Kamera und dokumentiere sein neues Leben in seiner alten Heimat.

 

Der Film fängt im Sommer 2013 in Italien/Kalabrien an. In einem kleinen Dorf am Meer leben Maggy (eine gebürtige Schweizerin)und Paulo achtzehn Jahre lang.

Sie wird 80 und spürt dass es für ihre Gesundheit besser ist wenn sie wieder in die Schweiz geht. Paulo ist zehn Jahre jünger und soll auf ihren Wunsch nach Kenia zurück.

Ihre Ehe war im Grossen und Ganzen harmonisch aber trotzdem sieht meine Mutter keine gemeinsame Zukunft in der Schweiz. Ihre Rente wird für beide nicht reichen und auf das Sozialamt will sie nicht.

Zudem ist sie müde von der jahrelangen Verantwortung für ihn und seine Angehörigen. „Heiratest du einen Afrikaner, so heiratest du auch seine Familie“

Es war immer klar, dass Paulo eines Tages heim geht. Zuhause hat er seine Sprache, seine Familie und seine lang vermisste Kultur. Paulos Gedanken kreisten in Italien ständig um das Thema Afrika. Von morgens bis abends afrikanische Nachrichten, Musik und Videos. Auch war seine Familie allgegenwärtig mit ihren nicht enden wollenden grossen und kleinen finanziellen Problemen. Paulo geriet wegen seinen Angehörigen immer wieder zwischen die Fronten. Vielfach stellte er sich auf die Seite seiner afrikanischen Familie und überzeugte meine Mutter dass sie wieder Geld nach Kenia schickte.

Zudem überwies sie viel Geld an seine Kinder damit sie ihm ein Haus errichteten für seine Rückkehr. Das Geld ist weg und es steht kein Haus.

In Afrika ist es eine grosse Schande mit Wenig oder Nichts aus dem reichen Europa zurück zu kehren. Darum entschloss sich Paulo, sich erstmal in einem Dorf 50 Kilometer von Mombasa entfernt ein Zimmer zu mieten und sich vor seiner Familie zu verstecken. Trotz allem machten sie ihn ausfindig und forderten Geld. Paulo rannte weg und kaufte sich in einem abgelegenen Buschgebiet ein Stück Land und baute sich ein einfaches Haus.

Glücklich ist er auch da nicht. Jetzt ist er für seine Umgebung einer, der in Europa gelebt hat, ein „Mzungu“, den man betrügen und ausnehmen kann. Fremd geblieben im eigenen Land.

In Herstellung